In modernen Stahlwalzwerken ist die Kombination von Walzwerkswalzen ein strategischer Ansatz, um Produktivität, Oberflächenqualität, Verschleißfestigkeit und Betriebskosten in Einklang zu bringen. Anstatt sich bei allen Gerüsten auf einen einzigen Rollentyp zu verlassen, integrieren Hersteller je nach Temperaturzonen, Lastbedingungen und Anforderungen an die Produktoberfläche unterschiedliche Rollenmaterialien und -designs. Diese Methode verbessert die Lebensdauer der Walzen und sorgt gleichzeitig für eine gleichbleibende Banddicke und Oberflächenintegrität.
Beispielsweise erfordern Vorwalzgerüste in der Regel Walzen mit hoher Schlagfestigkeit, während bei Fertiggerüsten Oberflächenglätte und Maßhaltigkeit im Vordergrund stehen. Durch die Kombination von Walzen aus geschmiedetem Stahl, Walzen aus Gusseisen mit hohem Chromgehalt und Walzen aus Verbundwerkstoff erreichen Mühlen sowohl Haltbarkeit als auch Präzision.
Geschmiedete Walzen werden aufgrund ihrer hervorragenden Zähigkeit, Beständigkeit gegen thermische Rissbildung und Tragfähigkeit häufig in Warmwalzwerken eingesetzt. Ihre gleichmäßige Mikrostruktur ermöglicht es ihnen, starken Verformungen bei der Knüppel- und Brammenverarbeitung standzuhalten.
Aufgrund ihrer hervorragenden Verschleißfestigkeit und Oberflächenhärte werden diese Walzen in Fertiggerüsten bevorzugt. Die in der Matrix eingebetteten chromreichen Karbide reduzieren den Abrieb beim Walzen von Schnellarbeitsstahlbändern deutlich.
Verbundrollen kombinieren eine harte Außenschale mit einem robusten Kern. Diese Struktur bietet eine längere Lebensdauer und ein geringeres Risiko eines katastrophalen Ausfalls. Sie werden üblicherweise in Kaltwalzwerken eingesetzt, wo die Oberflächenqualität von entscheidender Bedeutung ist.
Jedes Walzwerksgerüst ist unterschiedlichen mechanischen Belastungen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Die richtige Rollenkombination basiert auf diesen Betriebsbedingungen.
| Mühlenstand | Empfohlener Rollentyp | Primäre Funktion |
| Schruppständer | Geschmiedete Stahlrollen | Starke Verformung und Schlagfestigkeit |
| Zwischenstand | Rollen aus legiertem Stahlguss | Ausgewogener Verschleiß und Festigkeit |
| Endbearbeitungsstand | Rollen aus Gusseisen mit hohem Chromgehalt | Oberflächenqualität und Verschleißfestigkeit |
| Kaltwalzgerüst | Verbundrollen | Präzise Dickenkontrolle |
Walzenverschleiß ist einer der größten Kostentreiber in Walzwerken. Durch die Kombination härterer Außenschichtwalzen mit zäheren Stützwalzen können Walzwerke Abplatzungen und Oberflächenverschlechterungen deutlich reduzieren. Harte Rollen widerstehen Abrieb, während duktile Kerne Spannungen absorbieren.
In Warmwalzwerken trägt die Kombination geschmiedeter Arbeitswalzen mit gegossenen Stützwalzen zur gleichmäßigen Lastverteilung bei. Beim Kaltwalzen sorgen gehärtete Verbundwerkstoff-Arbeitswalzen mit hochfesten Stützwalzen für einen stabilen Walzdruck und minimale Bandfehler.
Bei der Verwendung mehrerer Walzentypen ist das ordnungsgemäße Schleifen der Walzen unerlässlich. Unterschiedliche Materialien erfordern spezifische Schleifparameter wie Scheibenhärte, Geschwindigkeit und Kühlmittelfluss. Wenn die Schleifpraktiken nicht angepasst werden, kann dies zu Mikrorissen oder unebenen Oberflächen führen.
Hochleistungswalzen haben einen höheren Preis, aber die Kombination mit Standardwalzen in Bereichen mit geringer Belastung reduziert die Gesamtbetriebskosten erheblich. Anstatt im gesamten Werk teure, verschleißfeste Walzen zu verwenden, maximiert die strategische Platzierung die Kapitalrendite.
Beispielsweise sollten sich Walzen mit hohem Chromgehalt auf Fertiggerüste konzentrieren, in denen der Verschleiß am stärksten ist, während Walzen aus legiertem Stahl Zwischenzonen effizient bewältigen können.
Stahlproduzenten berichten durchweg von einer besseren Ebenheit des Bandes, weniger Kratzern auf der Oberfläche und einer gleichmäßigeren Dicke, wenn sie kombinierte Walzensysteme verwenden. Härtere Rollen sorgen für stabile Profile, während härtere Rollen Vibrationen und Rattern verhindern.
Dieser Ansatz ist besonders wertvoll bei der Automobilstahlproduktion, wo enge Toleranzen und Oberflächenperfektion zwingend erforderlich sind.
Fortschrittliche Metallurgie treibt die Entwicklung von Hybridwalzen mit nanostrukturierten Oberflächen und verbesserter Thermoschockbeständigkeit voran. Diese Innovationen werden die Walzenkombinationsstrategien weiter verfeinern, indem sie eine längere Lebensdauer bei geringerem Wartungsaufwand bieten.
Auch digitale Überwachungssysteme werden immer häufiger eingesetzt, um Walzenverschleißmuster in Echtzeit zu verfolgen und eine optimale Walzenplatzierung über die Walzgerüste hinweg zu empfehlen.
Die Kombination von Walzwerkswalzen ist nicht nur eine Taktik zur Kosteneinsparung, sondern eine Strategie zur Leistungsoptimierung. Durch die Anpassung der Walzenmaterialeigenschaften an die Walzbedingungen können Walzwerke die Produktqualität verbessern, die Walzenlebensdauer verlängern und Ausfallzeiten deutlich reduzieren.
Ob beim Warmwalzen, Kaltwalzen oder bei der Produktion von Spezialstahl, ein gut geplantes Walzenkombinationssystem ist ein entscheidender Faktor für die Erzielung langfristiger betrieblicher Spitzenleistungen.